Hochfrequenztechnik

Die Hochfrequenztechnik, auch HF-Technik genannt, beschäftigt sich mit der Elektrotechnik in dem Hochfrequenzbereich. Die Hochfrequenztechnik hat u. a. in den Bereichen Nachrichten-, Radio-, Fernseh-, Antennen-, Radar-, Schweiß- (d. h. der Verschweiß von Kunststoffen), Empfangs- und Sendetechnik große Bedeutung.
Vor einiger Zeit hat man noch zwischen der Hochfrequenztechnik und der Niederfrequenztechnik, sog. NF-Technik, unterschieden. Beispielsweise war in dem Bereich der Radiotechnik die Antenne ein Hochfrequenzteil. Sämtliche Frequenzen, die oberhalb der Hörgrenze liegen, werden von ihm umfasst. Bei der Niederfrequenztechnik liegt der Audioteil bei bis zu etwa 10 - 20 kHz.

Hochfrequenztechnik: Die Bauteil- und Baugruppengröße liegen auf der benutzten Frequenz

In der heutigen Zeit kann man die Hochfrequenztechnik u. a. dadurch abgrenzen, dass in der Hochfrequenztechnik sowohl die Bauteil- als auch die Baugruppengröße in dem Bereich der Wellenlängen der benutzten Frequenzen liegen. Bei niedrigeren Frequenzen ist es möglich, dass man Schaltungen mit diskreten Bauteilen wie z. B. Kondensatoren, Spulen, Widerständen oder aber auch mit Röhren und Transistoren aufbauen kann. Dabei kann man jedes einzelne Bauteil als ein eigenständiges, elektrisches Element mit fast idealen Eigenschaften wie zum Beispiel die Induktivität, die Kapazität oder aber auch der elektrischer Widerstand betrachten. Sobald höhere Frequenzen vorliegen, nimmt die Bedeutsamkeit von parasitären bzw. zusätzlichen Eigenschaften erheblich zu. Wenn man Hochfrequenztransistoren einsetzt, so müssen z. B. sog. Ersatzschaltbilder benutzt werden, die weitere Induktivitäten, Kapazitäten oder aber auch Widerstände enthalten. Die Baugruppen unterscheiden sich, sobald weit höhere Frequenzen auftreten, weil in diesem Falle die elektromagnetischen Wellen mit insbesondere kurzen Wellenlängen für das jeweilige Verhalten sehr wichtig sind. Somit entstehen neue Bauteile wie z. B. Hohlleiter, Wanderfeldröhren oder Antennen. Die Funktechnik begleitet Sie sogar bei Last Minute Reisen oder im Urlaub.

Hochfrequenztechnik: Die Abgrenzung lassen sich nicht mehr so leicht vornehmen

Wenn man die Frequenzen abgrenzen möchte, so kann man die Abgrenzung nicht mehr so leicht vornehmen. Das liegt u. a. auch daran, dass sie von der Größe des einzelnen Anwendungsfalls abhängt. Im extremsten Falle werden Stromversorgungsleitungen mit 50 und 60 Hz der Hochfrequenztechnik zugeordnet, sofern relativ lange Strecken überbrückt werden müssen. Beispielsweise zählen die Überlandleitungen in Kanada zu diesem Bereich. Ferner fängt der Hochfrequenzbereich bei elektronischen Leiterkarten bei ca. 100 MHz an, welche bei den digitalen Signalen schon bereits ab ca. 10 MBit pro Sekunde vorkommen können. Jedoch gehören einige 100 MHz, die über recht kurze Strecken auftreten, innerhalb von den Mikrochips noch zu dem Niederfrequenzbereich. Ein weiteres Beispiel ist die Hauptplatine eines Computers. Die elektromagnetischen Wellen innerhalb des Vakuums verbreiten sich mit Lichtgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit beträgt hier ca. 300.000 km pro Sekunde. Die Geschwindigkeit auf elektronischen Leiterkarten ist kleiner: sie beträgt lediglich etwa die Hälfte bis zu 2/3 der Geschwindigkeit.