Hochfrequenz-Leitungstechnik

Frequenzen werden ab circa 3MHz als hochfrequenziell bezeichnet. Diese Frequenzen benötigen eine besondere Übertragung, da ihre Wellenlänge sehr kurz ist und kleineren Abweichungen in der Leitungslänge und -qualität bereits sehr hohe Abweichungen in der Signalqualität folgen. Deswegen ist das Gebiet Hochfrequenzleitungstechnik in den letzten Jahren sehr gewachsen: Mit Einführung von Glasfaser, DSL, WLAN, wird heutzutage unter andrem für Online Spiele bei LAN-Partys verwendet, und GSM-Telefonen wurden bessere und genauere, fehlertolerantere Träger benötigt. Die HF-Leitungstechnik konzipiert und optimiert Leitungen für den Hochfrequenzbereich. Dabei müssen Leitungslänge, Leitungswiderstand und Fehlertoleranz berücksichtigt werden, die in diesen Frequenzspektren nicht mehr vernachlässigt werden können.

Hochfrequenz-Leitungstechnik: Störfrequenzen spielen in der Praxis eine große Rolle

In der Praxis spielen Störfrequenzen und Felder eine große Rolle, weil Hochfrequenzbänder Materie, also Wände und die meisten Objekte, sehr gut durchdringen. So müssen Hochfrequenzsender keinen direkten Sichtkontakt zum Empfänger haben, wie es zum Beispiel beim Radiofunk, WLAN und Mobiltelefonen angewandt wird. Andererseits ist die Reichweite stark begrenzt. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit fällt ebenfalls sehr schnell ab, entfernt man sich von Transmitter, zum Beispiel dem Telefonmast des Mobilfunkanbieters. Dieses Problem haben auch Leitungen, wenn auch in einer anderen Weise: Durch größeren Abstand verschwimmen die Flanken eines Signals. Der Empfänger und Sender müssen deswegen wenigstens eine Manchesterkodierung verwenden, welche nicht Einsen und Nullen, sondern Pakete von '10' oder '01' überträgt, sodass es nicht auf die Flanken zwischen einer Eins und einer Null ankommt, weil der Abstand zwischen zwei Einsen variieren kann, die Übertragungszeit aber unbekannt ist. Dieser Effekt ist mit Hilfe der Manchesterkodierung leicht zu umgehen, zieht aber eine Halbierung der Datenrate nach sich.

Hochfrequenz-Leitungstechnik: HF-Leitungen müssen gut abgeschirmt sein

Weitere Störfaktoren können bei Leitungen ebenfalls eine große Rolle spielen: Zum Beispiel muss man HF-Leitungen bereits sehr gut abschirmen, wenn in nächster Umgebung ein Stromkabel mit 50Hz liegt. Es gibt viele Störquellen, die entweder durch Abstand oder Schirmung eliminiert werden müssen. Die Hochfrequenzleitungstechnik kann in diesem Fall eine Schirmung, die auf den jeweiligen Fall passt, vorschlagen oder konzipieren. Ist diese dann aber falsch gewählt oder schlecht konzipiert, kann es bereits durch die hohe Frequenz zu Interferenzen mit dem eigenen Signal führen. Bei Antennen für den HF-Bereich kann es dabei Kabelbrände zur Folge haben, werden hohe Sendeleistungen benötigt, da dabei ein hoher Strom und somit starke elektromagnetische Felder erzeugt werden. Deswegen muss generell noch zusätzlich unterschieden werden zwischen Kabeln zur Sende- / Empfangsteilen mit relativ hohem Strömen und einfachen Übertragungsanlagen, die eine gute Schirmung gegen Störfelder benötigen. Die HF-Leitungstechnik ist somit ebenfalls in der Funktechnik von großer Bedeutung, da die Übertragung von Hochfrequenzsignalen über Kabel sehr ähnlich der Übertragung von Funkwellen ist.